CDU fordert Masterplan statt Stückwerk

„Nach monatelangem Druck der CDU kommt die SPD-Rathausspitze nun zumindest langsam in die Gänge“, kommentiert der Esslinger CDU-Vorsitzende Tim Hauser das jetzt von der Stadtverwaltung vorgelegte Verkehrspaket. Die Stadt brauche aber einen „Masterplan Verkehr“ anstatt nur einzelner Maßnahmenbündel.

Für keineswegs ausreichend hält Hauser etwa die Verkehrssteuerung, die mit der vorgeschlagenen Optimierung der Ampelanlagen am Hirschlandkopf und im Bereich der Vogelsangbrücke kaum mehr als Stückwerk sei. Die geplante Busspur zwischen dem Kreisel Rotenackerstraße und der unteren Mülbergerstraße stadteinwärts werde den Verkehrsfluss für den individuellen Verkehr auch nicht gerade beschleunigen, befürchtet Hauser. Eine Verengung der Fahrbahnen werde eher das Gegenteil erreichen. Hinzu komme, dass die Fußgängerbedarfsampeln weiterhin bestehen bleiben sollen und eine Grüne Welle zwischen Vogelsangbrücke und Hirschlandkopf gar nicht erst auf der Agenda stehe. „Die Bürgerschaft hat wohl Verständnis dafür, dass Straßen und Brücken saniert werden müssen, aber sie hat kein Verständnis dafür, dass die Hauptverkehrswege in Esslingen alle zur gleichen Zeit Baustellen werden“, unterstreicht auch die stellvertretende CDU-Chefin Aglaia Handler. Auch die Erreichbarkeit der Innenstadt gerate zunehmend ins Hintertreffen.

„Es mag sein, dass auch die CDU in der Vergangenheit manches versäumt hat“, meint Hauser. Fehler müssten sich aber nicht wiederholen. Genau deshalb seien die Infrastrukturprobleme der Stadt für ihn schon lange ein zentrales Thema. Die CDU wolle zukunftsweisende Verkehrskonzepte: intelligente Verkehrsleitsysteme, eine Grüne Welle am Altstadtring und eine Verbesserung des städtischen Baustellenmanagements. Hauser: „Dazu brauchen wir zwingend laufende Investitionen in die Infrastruktur, um hohe Folgekosten und erhebliche Einschränkungen für die Menschen in unserer Stadt zu vermeiden.“ Auch wenn mancher es nicht wahrhaben wolle, das SPD-geführte Rathaus habe es über ein Jahrzehnt schlicht verschlafen, an den richtigen Stellschrauben zu drehen, sagte Hauser: „Die Zeichen stehen auf rot und den Preis dafür zahlen wir ab sofort.“

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